SEO-Konkurrenzanalyse in 6 Schritten: Wettbewerber in Google und KI-Suche analysieren

Analyse

Wer bei Google sichtbar sein möchte, sollte nicht nur die eigene Website kennen. Der Blick nach rechts und links gehört genauso dazu. Eine SEO-Konkurrenzanalyse zeigt, mit welchen Themen und Keywords andere Websites Reichweite erzielen, wo noch ungenutzte Chancen liegen und wer tatsächlich um dieselben Positionen konkurriert. (Stand: Oktober 2026)

Inzwischen reicht es allerdings nicht mehr, ausschließlich die klassischen Suchergebnisse zu prüfen. Auch Antworten von ChatGPT, Google AI Overviews und anderen KI-Systemen beeinflussen, welche Unternehmen und Quellen Nutzer wahrnehmen. Eine aktuelle Wettbewerbsanalyse nimmt deshalb Google und die KI-Suche gleichermaßen unter die Lupe.

 

 

1. Wer konkurriert bei Google wirklich mit Ihnen?

Im Geschäftsalltag kennen Unternehmen ihre Mitbewerber meist ziemlich genau. Bei Google kann die Lage jedoch ganz anders aussehen. Dort konkurrieren Sie möglicherweise mit Ratgebern, Vergleichsportalen oder Unternehmen, denen Sie im normalen Tagesgeschäft kaum begegnen.

Starten Sie deshalb mit den wichtigsten Keywords rund um Ihr Angebot. Prüfen Sie anschließend, welche Domains dabei immer wieder auf den vorderen Plätzen auftauchen. Genau diese Seiten kämpfen mit Ihnen um organische Sichtbarkeit.

Auch Anzeigen sind einen Blick wert. Schaltet ein Unternehmen regelmäßig Werbung für dieselben Suchbegriffe, möchte es offenbar dieselbe oder zumindest eine ähnliche Zielgruppe erreichen. Am Ende steht keine theoretische Liste Ihrer Branchenkonkurrenten, sondern eine Auswahl der Websites, die Ihnen in der Suche tatsächlich begegnen.

 

2. Woher bekommt die Konkurrenz ihren Traffic?

Stehen die wichtigsten Domains fest, geht es an die Zahlen. Welche Suchbegriffe bringen Ihnen Besucher? Welche Seiten funktionieren besonders gut? Und wie viel organischen oder bezahlten Traffic erzielen sie schätzungsweise?

Dafür kommen SEO-Werkzeuge ins Spiel. Mit einem Konkurrenzanalyse-Tool wie SE Ranking können Sie beispielsweise Top-Keywords fremder Domains, geschätzten Traffic, historische Daten und die Google-Ads-Historie untersuchen. Die Betonung liegt bei einigen Angaben auf „geschätzt“. Niemand kann von außen in die Analytics-Daten eines Wettbewerbers schauen. Auch Google weist darauf hin, dass SEO-Anbieter keinen Zugriff auf die internen Systeme der Suchmaschine erhalten.

Die Zahlen sind deshalb vor allem für Vergleiche hilfreich. Zeigen sie über mehrere Monate deutliche Veränderungen, können Sie daraus Entwicklungen ablesen. Als exakte Besucherstatistik sollten Sie die Angaben dagegen nicht verstehen.

 

3. Keyword-Gaps finden und sinnvoll bewerten

Jetzt wird der Vergleich mit der eigenen Website spannend. Bei welchen Suchbegriffen steht die Konkurrenz bereits gut da, während Ihre Domain gar nicht oder erst weit hinten erscheint? Genau solche Unterschiede werden als Keyword-Gaps bezeichnet.

Eine lange Liste offener Keywords ist allerdings noch keine Content-Strategie. Schauen Sie deshalb genauer hin:

  • Passt der Suchbegriff wirklich zu Ihrem Angebot?
  • Welche Absicht steckt hinter der Suche?

Überlegen Sie außerdem, was jemand erwartet, der diesen Begriff bei Google eingibt. Passt diese Erwartung nicht zu Ihrem Angebot, bringt Ihnen auch das vermeintlich attraktive Keyword wenig.

So sortieren Sie bloße Überschneidungen von echten Chancen. Vielleicht fehlt auf Ihrer Website ein wichtiger Ratgeber. Möglicherweise behandelt die Konkurrenz ein Thema ausführlicher oder deckt eine Frage ab, die Sie bisher gar nicht berücksichtigt haben. Genau hier liefert die Konkurrenzanalyse konkrete Ansatzpunkte für neue oder überarbeitete Inhalte.

 

4. Wer taucht in ChatGPT und AI Overviews auf?

Google-Rankings erzählen 2026 nur noch einen Teil der Geschichte. Suchen Sie beispielsweise mit ChatGPT nach einer Produktempfehlung, nennt die Antwort unter Umständen konkrete Anbieter. Auch die AI Overviews von Google greifen auf Quellen zurück.

Prüfen Sie daher auch, welche Konkurrenten bei typischen Fragen aus Ihrer Branche genannt werden. Ebenso aufschlussreich sind die verwendeten Quellen. Tauchen bestimmte Websites immer wieder auf, lohnt sich ein genauerer Blick:

  • Welche Fragen beantworten die Inhalte?
  • Wie aktuell sind sie?
  • Wie übersichtlich sind Informationen und Fakten aufbereitet?

SE Ranking bietet dafür im Core-Tarif ein Tracking von 100 Prompts pro Tag in fünf KI‑Modellen. Dazu gehört eine KI-Wettbewerbsanalyse für fünf Domains. Google-Sichtbarkeit und Präsenz in KI-Antworten lassen sich dadurch gemeinsam beobachten, statt beide Bereiche völlig getrennt zu behandeln.

 

5. SEO-Daten direkt im Chat auswerten

Für eine Wettbewerbsanalyse müssen Sie sich nicht durch jede Auswertung einer Tool-Oberfläche klicken. Über den MCP-Server von SE Ranking können ChatGPT, Claude und weitere unterstützte KI-Clients direkt auf SEO-Daten zugreifen.

Das macht Abfragen im normalen Chat möglich. Sie könnten beispielsweise folgenden Prompt verwenden: „Analysiere die Domain [wettbewerber.de]: geschätzter Traffic, Top-Keywords und Keyword-Gap zu [eigene-domain.de].“ Ohne angebundene Datenquelle müsste ein Sprachmodell bei konkreten SEO-Werten passen oder könnte nur mit bereits vorhandenem Wissen arbeiten. Über MCP erhält der Assistent dagegen Daten aus SE Ranking zu Domains, Keywords, Backlinks und KI‑Suche. Sie können anschließend direkt im Gespräch weitere Fragen stellen oder einzelne Auffälligkeiten genauer untersuchen.

Der MCP-Zugang gehört laut Anbieter bereits zum Core-Tarif. Dort stehen monatlich 25.000 API-Credits zur Verfügung, im Growth-Tarif sind es 100.000. Wer größere Datenmengen verarbeitet, kann zusätzliche API-Angebote nutzen.

 

6. Nicht einmal analysieren und dann vergessen

Heute auf Platz drei, in einigen Wochen auf Platz acht? Suchergebnisse bleiben nicht stehen. Wettbewerber veröffentlichen neue Inhalte, bauen bestehende Seiten aus und entdecken neue Themen. Auch die Nennungen und Quellen in KI-Antworten können sich verändern.

Nehmen Sie lieber einige wenige Konkurrenten genauer unter die Lupe. Dazu kommen die Keywords, mit denen Sie Geld verdienen oder gezielt Reichweite aufbauen möchten, sowie einige typische Fragen an ChatGPT und andere KI-Systeme. Rutscht ein Konkurrent bei einem Keyword zwei Plätze nach oben, müssen Sie deshalb noch lange nicht Ihren Content umbauen. Spannend wird es erst, wenn sich eine Entwicklung über mehrere Keywords oder einen längeren Zeitraum zeigt.

Gewinnt eine fremde Domain plötzlich bei mehreren wichtigen Themen? Erscheint ein neuer Anbieter regelmäßig auf den vorderen Google-Plätzen? Wird ein bestimmter Wettbewerber bei relevanten KI-Fragen immer häufiger genannt? Solche Veränderungen sind ein guter Anlass, genauer hinzusehen. Nach der ersten Analyse ist die Arbeit also nicht vorbei. Danach reicht es meist, die wichtigsten Kandidaten im Auge zu behalten. Beim nächsten Content-Plan müssen Sie dann nicht wieder sämtliche Konkurrenten neu zusammensuchen.

 

Welche Wettbewerber gehören auf die Beobachtungsliste?

Sie müssen nicht jede Domain dauerhaft verfolgen, die Ihnen irgendwann in den Suchergebnissen begegnet ist. Konzentrieren Sie sich auf Seiten, die bei wichtigen Keywords regelmäßig auftauchen oder bei mehreren für Ihr Geschäft relevanten Themen an Sichtbarkeit gewinnen.

Die Liste darf sich verändern. Ein neuer Anbieter kann innerhalb weniger Monate starke Rankings aufbauen. Andere Websites verlieren dagegen an Bedeutung. Ähnliches gilt für die KI-Suche: Wird eine bislang unauffällige Domain plötzlich häufig genannt oder zitiert, kann sie für Ihre Analyse interessant werden. Eine kleine, gut ausgewählte Gruppe lässt sich leichter im Blick behalten als Dutzende Websites. Ergänzen Sie diese Beobachtung um zentrale Keywords und einige typische KI-Prompts aus Ihrer Branche. So erkennen Sie Veränderungen, ohne jedes Mal sämtliche Wettbewerber von Grund auf neu analysieren zu müssen.

 

Häufige Fragen zur SEO-Konkurrenzanalyse

Wie oft sollte eine SEO-Konkurrenzanalyse durchgeführt werden?

Eine große Analyse müssen Sie nicht jede Woche wiederholen. Beobachten Sie stattdessen die wichtigsten Wettbewerber und Suchbegriffe regelmäßig. Fallen deutliche Ranking-Veränderungen oder neue Konkurrenten auf, können Sie gezielt nach den Ursachen suchen.

Sind Traffic-Werte von SEO-Tools exakt?

Nein. Bei fremden Domains arbeiten SEO-Tools mit Schätzungen. Für Vergleiche und längerfristige Entwicklungen sind diese Werte trotzdem hilfreich. Die tatsächlichen Besucherzahlen eines Konkurrenten lassen sich daraus nicht ablesen.

Ersetzt die KI-Konkurrenzanalyse die klassische Google-Analyse?

Nein. Google-Rankings zeigen, welche Seiten in der klassischen Suche sichtbar sind. Die KI-Analyse beantwortet eine andere Frage: Welche Unternehmen und Quellen erscheinen in generierten Antworten? Für ein vollständigeres Bild sollten Sie deshalb beide Bereiche beobachten.

 

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Kay Schönewerk

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